
War mal wieder auf einem Heile HeilerInnen Treffen. Dort kommen alle sechs bis acht Wochen Menschen zusammen, die heilen wollen, selber und andere Menschen auch. Ich hörte eine schöne Definition von Heilen: Die Liebe ins Fließen bringen.
Die Gastgeberin hatte von einem ihrer Verbündeten aus der Anderswelt - in diesem Fall war es ein Engel - eine Übung bekommen, die sie weitergeben sollte. Es ist ein einfaches, flaches Auflegen der Daumen auf zwei Punkte direkt unterhalb der inneren Fußknöchel. Diese Behandlung soll angeblich Ängste auflösen. Wir teilten diese Übung zu zweit, und obwohl oder gerade weil ich vorher gar nicht so viel erwartet hatte, ging ich durch heftige Prozesse, bis ich am Schluss nur noch wie ein selig lächelndes Baby dalag.
Dem Alten Mann im Wald, einem Holunderbusch am Wegesrand, der vor Alter und mangelndem Licht am Boden kriechend wächst, wurde übel mitgespielt. Holzfahrzeuge waren über ihn hinweggerollt und Stämme von gefällten Bäumen lagen herum, teilweise auf ihm drauf, zu schwer, um sie beiseite zu heben. Vor Jahren hatte er mich gelehrt, dass es möglich ist, auch beim alt werden und mit nicht perfekter Figur jedes Jahr aufs Neue zu grünen, zu blühen und Früchte zu tragen. Ich sang ihm ein Lied und vertraue darauf, ihn im nächsten Frühjahr wieder am Leben teilhaben zu sehen.

1 Kommentar:
Hallo Juansi !
Wie geht denn die Übung genau ?
Beide Daumen unerhalb eines Knöchels legen oder jeweils einen unter einen Knöchel ?
LG Ursel
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