6.2.06

Wasser II

Guten Morgen Füße!

Es ist gar nicht einfach zu sein wie Wasser. Sah eine Doku mit dem ultra stoischen Joachim Bublath. Eigentlich war ich neugierig auf Bilder von den Ainu, Ureinwohner Japans. Aber zuerst zeigten sie einen Vulkan, der einmal in der Woche ausbricht, meistens Asche regnen lässt, manchmal aber auch Geröll spuckt. Das sammelt sich übers Jahr an seinen Hängen an, beeinträchtigt auch umliegende Siedlungen. Im Sommer kommt dann Monsunregen, der einsickert und eine Gleitschicht bildet, auf der ungeheure Schlammlawinen zu Tal donnern.


Was gestern bei der Quelle im Wald noch so nett und entspannend zu sein schien, bekam plötzlich monströse Dimensionen von zerstörerischer Kraft. Einmal war zu sehen, wie ein Haus unter den Massen zusammenstürzte. Ich hatte beinah Schuldgefühle. Keine Widerstände gegen eine Woge von Erschütterung, die mich heute überschwemmte. Kein Kampf, kein Schöngerede, keine Besserwisserei.

Aber eine wundervolle Klangmassage von einer Künstlerin ihres Metiers eröffnete mir Räume voller Bilder. Mir fiel wieder ein, dass ich auch gesehen hatte, wie rotgesichtige, silberpelzige Japanmakaken im Schnee bei -20° ein Bad in einer heißen Quelle nahmen. Eigentlich empfand ich die Töne der Schalen auch eher wie ein Klangbad.




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