
Zu werden wie Wasser hat dann wohl auch etwas zu tun mit dem ungemütlichen Nieselschneeregen, in dem ich heute umhergetappt bin und der mir nach und nach die Regenjacke durchweichte. Nebel verbarg die umliegenden Hügel und Kuppen, die Luft war feucht, es tropfte von den Bäumen und bildete Muster von kleinen Löchern im Schnee darunter.
Doch mir war warm geworden vom Laufen. Ich stellte mich ganz still mit dem Rücken an den Stamm einer der letzten beiden alten Eichen, die auf wundersame Weise das große Fällen vor gut einem Jahr überlebt hatten, und fühlte mich fast so gemütlich wie in meinem Wohnzimmer. Zwei kleine Rehe tauchten seitlich auf. Die Hunde waren ganz ruhig und aufmerksam in meiner Nähe, und so zogen die Rehe in einem großen Halbkreis um uns herum, immer wieder stehen bleibend und sich umblickend.
Das Wasser machte vielfältige Töne. Es tropfte auf meine Kapuze, es tropfte auf die Bäume und von den Bäumen wieder auf den Boden.
Und dann kam ich noch an der Quelle vorbei, blieb eine kleine Weile stehen und merkte erst, als ich schon weiter gegangen war, dass ich heute gar keine Verwüstungen wahrgenommen hatte.

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