29.5.06

Till Eulenspiegel

Gibt es Internet-Stalker? Falls ja, ich bin ich so einem Till Eulenspiegel am Wochenende in den Kommentaren von meinem Blog begegnet. Eigentlich kannte ich ihn schon länger und bin auf etliche seiner Eulenspiegeleien bereits hereingefallen. Die letzte Begegnung aber erschien erst seltsam, dann wurde es lustig, und zum Schluss war es nur noch gruselig, weil extrem niveaulos und nicht enden wollend. Ich kannte so etwas bisher nur aus dem Fernsehen. Konnte mir nie vorstellen, wie das ist. Hatte einfach keinerlei Erfahrung damit, ich Schaf. Nun bin ich schlauer. Ich habe mir bis auf weiteres seine Kommentare erspart. Wer mir nun etwas mitteilen möchte - ab jetzt mache ich es so wie die professionellen Tagebuchschreiberinnen. Schreibt mir gern und viel an meine E-Mail Adresse im Profil. (Das hat sich sogar gereimt.)

Habe mir etwas notiert aus dem Buch von Eva-Maria Zurhorst „Liebe dich selbst, und es ist egal, mit wem du verheirat bist“, das ich letztens las, und das ich übrigens bis auf den Titel und wenige Passagen ziemlich langweilig fand. Aber an einer Stelle empfiehlt sie folgende Übung: über den Menschen, der mich am meisten in Rage bringt, am meisten abstößt und den ich unbedingt loswerden will (...mitmenschen, die man mit einem fingerschnippen wegbeamen kann, wie Else Buschheuer heute schreibt), soll ich mir drei Fragen stellen. Erstens: Was hat dieser Mensch, was ich gerne hätte? Zweitens: Was erlaubt sich dieser Mensch, was ich mir nicht zugestehe? Und drittens: Wovon ist dieser Mensch frei, von dem ich gefangen (besetzt, besessen etc.?) bin?

Geh jetzt mal in mich horchen…