9.8.06

Graureiher

Am Bach bin ich einem Graureihernest zu nahe gekommen. Ein Vogel kam auf mich zugeflogen und setzte sich über mich in einen Baum. Das war ungewöhnlich, denn sonst flüchten sie schon, bevor eine näher als Fünfzig Meter herangekommen ist.


Obwohl der Reiher nicht mehr zu sehen war, nahm ich meine Kamera aus der einen Hosentasche und meine Lesebrille aus der anderen. In dem Moment kam auch schon der zweite Vogel herbei geflogen, drehte ziemlich tief über mir weite Kreise und krahte mich unablässig an.

Möglicherweise krahte er auch für seinen Nachwuchs zur Warnung, dass der sich ja nicht rühren sollte, denn ich hatte auch die zwei Raubwölfe dabei.

Ich habe schon mal erlebt, wie einer der Hunde einen Gänsehals im Maul hatte. Die Gans hat das damals überlebt, weil ich so laut gebrüllt habe. Also waren die Vorsichtsmaßnahmen des Reihers bestimmt nicht übertrieben.

Der Himmel war wirklich so grau.

2 Kommentare:

Anonym hat gesagt…

TOLLE FOTOS!!

Landender Kranich -
Weit geöffnet die Schwingen,
greift er nach dem Ast.

(Franz Christoph Schiermeyer)

Liebe Grüße aus Bonn,

FRANZ

Juansi hat gesagt…

Hallo Franz,
Du liest auch mit? Das freut mich!

Danke für das Haiku, ein Kranich ist ja fast wie ein Graureiher, die Freiheit gönnen wir uns.

Schön von Dir zu hören, irgendwie fehlst Du im Nest.

Herzliche Grüße
Juansi-Asase