
Dieser blöde Test-Text liegt da rum wie ein Findlingsblock, ein Fremdkörper auf meinem Blogweg, er blockt irgendwie meinen Blog. Vielleicht fehlt mir auch bloß ein vertrautes buntes Foto dazu, hm. Ich könnte ihn ja einfach löschen, aber das widerstrebt mir doch, ich meine zum einen das Löschen an sich, und zum andern könnte ja auch etwas Wichtiges, Zutreffendes, Essentielles über mich drinstehen, was ich noch nicht weiß und Ihr auch nicht.
Wo ist denn eigentlich der Haken an der Sache? Muss der Text gelesen werden wie ein Zeugnis vom Arbeitgeber nach einer Kündigung – auf den ersten Blick alles im grünen Bereich , und nur Eingeweihte verstehen die unauffällig eingestreuten Begriffe, die auf Mängel und Unzulänglichkeiten hindeuten?
Der Liebste hat den Test auch gemacht, und wie zu erwarten war, wir passen nicht zusammen. Er ist ein gutmütiger Realist, ich bin eine spontane Idealistin, was nun? Nicht, dass mich das groß überrascht hätte, aber im Internet mit so einem Test hätte ich ihn vor genau 31 Jahren nie kennen gelernt (falls es das Internet zu der Zeit überhaupt gegeben hätte), und das wäre schon schade gewesen.
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Und heute vor einem Jahr habe ich meine erste Digitalkamera gekriegt. Auch ein Geburtstag. Das war wie ein Aufbruch in eine neue Zeit für mich. Seitdem laufe ich ganz anders durch die Welt, schaue anders, habe einen Blick für Details gekriegt, für Hell-Dunkel-Kontraste, Vorder- und Hintergründe, für Linien, Fluchtpunkte, Bildkompositionen.
Eine Zeitlang befürchtete ich, das Fotografieren könnte meinen Seelenblick auf die Welt stören, das Starren mit den äußeren Augen könnte den Eindruck der inneren Augen verwischen. Ich habe aber inzwischen gemerkt, dass beides parallel geht. Gut so.

2 Kommentare:
Möge mein Engel zu Dir und Deinem Liebsten weiterflattern. Wir haben gerade das Dreissigste Jahr zusammen gefeiert.
Zugvogel plustert von Herzen und mit allen Federn.
Wie schön!
Und in ein paar Tagen haben unsere Blogs auch Geburtstag!
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