Die vergangenen Tage hatte ich mir einen kleinen seelischen Schnupfen eingefangen, aber heute geht’s mir wieder gut. Ich fürchte, ich bin etwas wetterfühlig, und heute schien die Sonne wieder, und die Luft schmeckte nach Frühling.Immer noch bin ich auch gern im Dunkeln unterwegs, immer dunkler und immer länger. Verlasse auch mal die asphaltierten Wege, was beim Heimkommen den Stiefeln anzusehen ist, und bin auch schon mal ein Stück durch den Wald gegangen.
Mittlerweile weiß ich auch, was mir so gut daran gefällt. Ich bin nach einigen Minuten schon in Trance und kommuniziere mit Menschen und Geistern. Das rhythmische Gehen ersetzt die Trommel dabei, nichts im Außen zieht meinen Blick auf sich, lenkt mich ab.Ich denke zwar noch manchmal an die Angst, die eigentlich auftauchen müsste, so wie ich es gewohnt war, aber sie kommt nicht. Mir soll es Recht sein.
Landart mit Äpfeln

1 Kommentar:
liebe Juansi,
inzwischen kann ich annähernd verstehen, denn auch hier in der Stadt empfinde ich die Nacht als viel friedlicher, friedvoller, als das gewühle am Tag, das bei mir zu Fluchttendenzen führt. Es gab Zeiten, da ich Menschenmassen fast toll fand, jetzt bekommt man mich kaum noch in so einem Gewühle zu sehen. Das macht mich nur traurig.
Heute Abend genoß ich den Weg aus der Stadt hierher, empfand keinen Grund zu Eile.
Liebe Grüße und dir viele erhellende Nächte
Sulamay
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