
Am Morgen die Schneeflocken waren so riesig und fielen so langsam wie die Federn aus Frau Holles morschem Bettzeug. Im Gebirge gewesen bei einer Freundin zum Frühstück. Den ganzen Vormittag geschwätzt und lecker Latte Macc getrunken.
Auf unserem Gemeindegebiet, das einige Dörfer umfasst, liegt einer der charmantesten und sagenumwobenen Berge der hessischen Rhön, 850 m hoch (Älpler, nicht lachen!). Auf halber Höhe dieser Riesenburg befindet sich ein 5-6 Häuser-Dorf, dessen Name auf einen kultischen Tanzplatz zurückgeht. Dort hat die Freundin sich eine Wohnung gemietet, in die sie flüchtet, wenn ihr zu Hause die Decke auf den Kopf fällt. Eine Praxis für alternative Heilweisen soll auch mal entstehen und ein Rückzugsplatz für gestresste Frauen. Und am Schluss hat sie mir noch das Buch von Clemens Kuby geliehen, das ich immer schon mal lesen wollte.
Ja, mit den Hexenboardleuten, das war wohl eine kurze Begegnung. Heute haben sie mir den Zugang gesperrt. Weiß nicht, ob das so ein Verlust ist.
Ach ja, und mein Papa will immer wissen, ob die Schneeglöckchen schon blühen. Bin heute mal im Garten nachschauen gewesen. Sie gucken schon ein paar Zentimeter aus der Erde, und die weißen Knospen sind auch schon zu erkennen.

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