6.4.06

Kleine Sonnen

Bin auf meinem Gang im Wald heute an einer Wildschweinsuhle vorbeigekommen. Oder heißt es Wühle? Jedenfalls ein Platz, an dem die wilden Säue nächtens mit ihren Schnauzen die Erde nach Essbarem, wie Wurzeln, Samen und Insekten in jeder Form durchwühlen. Die war vor ein paar Tagen aber noch nicht da! Mir wurde gleich etwas mulmig, ich verlangsamte meinen Schritt und blickte mich aufmerksam nach allen Seiten hin um, kann eine ja nie wissen… Aber die Schweinchen schliefen ruhig weiter in ihren Verstecken.

Entdeckte an einer geschützten Stelle die ersten Huflattichblüten. Ihre Köpfe sehen von oben genauso aus wie Kinder die Sonne malen. Irgendein Tier hatte sich eine Portion Froschlaich aus dem kleinen See geholt, ich fand die Reste auf einem Baumstumpf und wurde an ein Kaviargelage erinnert.


Dann habe ich noch Zunderpilz gesehen und bei Google erfahren, dass die auch Zunderschwämme heißen und von unseren Vorfahren zum Feuer machen verwendet wurden. Sogar Kleidung konnte daraus hergestellt werden. Ich hab mal versucht, die Pilze getrocknet als Räucherkohle zu gebrauchen, aber das hat nicht so richtig geklappt. Dafür habe ich heute mehrere Bröckchen Fichtenharz von einigen Bäumen gesammelt, das werde ich heute Abend beim Trommelkreis verräuchern, mal schauen, ob es dann nach Wald riecht. Freu mich schon.

3 Kommentare:

Sati hat gesagt…

Hola, Juansi!
Die kleine Hilde wird immer schöner. Und die anderen auch.
Wolf-Dieter Storl schreibt in seinem Buch "Naturrituale", wie man die Zunderpilze präparieren muß, um sie anschließend als Räucherkohle nutzen zu können. Für mich hier mitten in der Stadt leider etwas umständlich.
Schönen Tag, Labbatú y su cuervo fumigando

Juansi hat gesagt…

Hallo Labbatú y tu (?) cuervo,
heute extra für Euch ein Starfoto von Hilde. Hatte zwar schon eine ganz vernünftige Webseite über Zunderpilze gefunden, hab mir aber das Buch trotzdem gleich bestellt. Danke für den Hinweis.
Schönen Tag noch
Juansi

Sati hat gesagt…
Der Kommentar wurde von einem Blog-Administrator entfernt.