Saß unterm Apfelbaum im Blütenblattregen und sah der Welt dabei zu, wie sie sich dreht. Sah den Schmetterlingen beim Flattern zu, den Hunden beim Spielen und den Blindschleichen beim Schlängeln, ich hörte die Vögel singen und krächzen, die Glockenspiele in den Bäumen klingeln und den Traktor des Nachbarn scheppern. Ich roch die Blumen, das Gras und den Kuhmist, fühlte die Sonne und den Wind in meinem Gesicht und hing ein bisschen meiner melancholischen Stimmung nach.Dieses Wochenende wird der letzte kleine Hund von meiner Schwester abgeholt, und gestern war ich mit meiner Mutter im Krankenhaus. Wir hätten beide am liebsten geweint als wir meinen Vater sahen mit seiner operierten Wange. Aber wir waren tapfer, haben uns die Tränen verkniffen und uns und ihm gut zugeredet. Nach einer halben Stunde sah er auch schon gar nicht mehr so schlimm aus. Es ist unglaublich, wie schnell Menschen sich an etwas Neues gewöhnen können.
Heute war Familientreffen am Krankenbett, mein Papa wirkte irgendwie energiegeladen und hat sogar schon gelächelt, wenn auch noch schief. Er wollte außerdem fotografiert werden.

2 Kommentare:
Liebe Juansi,
ich wünsche deinem Vater weiterhin gute Besserung und euch allen eine schöne gemeinsame Zeit. (Irgendwie habe ich das Ge
fühl, die Worte sind nicht ganz so treffend, aber es ist schon so spät und mir fallen gerade keine anderen ein, ich hoffe, es kommt trotzdem rüber, was ich meine)
Liebe Grüße
Vera
Liebe Vera,
meinem Vater gehts heute schon wieder etwas besser. Wir waren sogar zusammen in der Cafeteria des Krankenhauses. Er freut sich immer, wenn ich ihm gute Wünsche unbekannterweise aus dem Internet mitbringe. Und ich glaube fest daran, dass jede Freude der Heilung dienlich ist.
Herzliche Grüße Juansi
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