Farbe auf dem Kopf im grünen Bereich, sage ich mal. Also nur übertragen gemeint, nicht wirklich Grün, sondern der Scheitel eher ein Strandsandbeigeblond, der Rest farblich aufgefrischt gewissermaßen. Wie eine beige Blondine, die vor ein paar Wochen mal einen modisch trendigen Ausflug ins Brünette gemacht hat und nun wieder rauswachsen lässt. Hatte aber total vergessen, wie schön fluffig das Haar mit Henna wird. Geh jetzt erstmal mein Haar schütteln.Hat eigentlich schon mal Jemand (gibt’s dazu eigentlich auch eine weibliche Form?) bemerkt, dass es heuer kaum Fliegen gibt? Wir selber leben hier mitten zwischen fröhlich dampfenden Misthaufen und sind normalerweise um diese Zeit schwer heimgesucht von dieser Geißel der Menschheit. Haben seit Jahren Fliegengitter vor den Fenstern, Fliegenvorhang vor der Balkontüre, doch wenn wir es wagten, mal auf dem Balkon eine Mahlzeit zu uns zu nehmen, dann nur unter aggressivem Wedeln aller frei verfügbaren Körperteile. Und dieses Jahr? Nichts, nothing, niente, nada sozusagen. Sehr angenehm, jedenfalls für uns. Hab jedoch auch schon mal an die Schwalben gedacht, was die denn jetzt so fressen. Mücken gibt's freilich genug. Bin letztens am Teich im Wald schon richtig von denen gepiesackt worden.
Hab mir trotzdem wirklich gut überlegt, ob ich das jetzt hier schreiben soll, es könnten ja irgendwelche fiesen Fliegengeister, z.B. der Herr der Fliegen oder ähnliche, mithören und es sich doch noch mal anders überlegen. Klopfe mal schnell dreimal auf meinen Tisch, der ist nämlich aus Holz.
Heute möchte ich meinen Eintrag mit den Worten eines unverhofft aufgetauchten Namensvetters beenden, vielleicht ist es sogar ein alter ego? Fand am Morgen in dem Buch Die kosmische Schlange von Jeremy Narby, der einer der Vortragenden auf dem Schamanenkongress war, ein Zitat von dem Taomann Dschuang Dsi (irgendwann zwischen 365-275 v.u.Z.), welches mir wie ein Echo immerzu im Kopf herumkreist:Es gibt einen Beginn. Es gibt etwas, das noch nicht beginnt, ein Beginn zu sein. Es gibt etwas, das noch nicht beginnt zu beginnen, ein Beginn zu sein. Es gibt das Sein. Es gibt das Nicht-Sein. Es gibt etwas, das noch nicht beginnt, noch nicht zu sein. Es gibt etwas, das noch nicht beginnt zu beginnen, nicht zu sein. Plötzlich ist da das Nicht-Sein. Doch wenn das Nicht-Sein geschieht, weiß ich nicht, welches das Sein ist und welches das Nicht-Sein. Ich habe jetzt etwas gesagt. Doch ich weiß nicht, ob das, was ich gesagt habe, tatsächlich etwas gesagt hat oder ob es nichts gesagt hat.

3 Kommentare:
Ob es den Fliegen bei uns einfach nicht mehr zusagt? Sie werden ja wie die anderen Flieger auch inzwischen durch Unmengen von Satelliten-Strahlung und solchem Zeugs in der Bahn behindert....jedenfalls hier bei uns in der großen Stadt. Ich würde auch woanders hinfliegen, wenn ich Fliege wäre. Übrigens gab´s im vergangenen Sommer auch kaum Wespen hier. Um mal meiner Vorliebe für offenliegende Verschwörungstheorien zu frönen: Vielleicht werden die einfach weggestrahlt? Strahlend-müde, Labbatú y su cuervo illuminati
Vieleicht haben die einfach nur auch ihren Stolz.....oder sind alle in Berlin, da soll ja im Moment wieder besonders viel Scheiße produziert werden und das lockt ja bekannterweise die Biester an.
Alles Liebe
Prati
Ps: Hübsche Haarfarbe
Hallo Ihr,
tretet Ihr jetzt immer im Dreierpack auf? Freut mich sehr. Die Strahlentheorie gefällt mir gut, vermute allerdings, dass Fliegen wesentlicher resistenter gegen Strahlung sind als wir. Wenn eine Spezies endgültig den Löffel abgeben sollte, gehören die Fliegen bestimmt nicht zu den Ersten. Die sind nämlich unglaublich gut angepasst.
Ja, ich vergaß einfach, meine Mutmaßung zum Besten zu geben. Der Winter war ja ungewöhnlich lang, und Wärme ist das, was Fliegen unbedingt brauchen, sonst würden sie uns ja das ganze Jahr über nerven. Sie stammen übrigens genau wie wir aus Ostafrika. Jetzt frage ich mich, ob es noch eine zweite Generation gibt, die sie ins Rennen schicken können, oder ob es das war für dies Jahr. Hoffe es. Danke für Komplimente.
Schöne Grüße Juansi
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