25.12.06

Rentierweihnacht

Und ich habe es dieses Jahr durchgezogen und wahr gemacht: habe meine Familie Weihnachten feiern geschickt und es mir allein daheim gemütlich gemacht. Und, o Wunder! mir hat nichts gefehlt dabei. Mein Hexenschuss hat es möglich gemacht, ohne dass ich als die komplette, spaßverderberische Weihnachtsmuffeline dastehe, die ich in diesem Jahr nun mal wirklich bin, so ist es halt. Und ich hatte den Eindruck, nach dieser Entscheidung hätte sich mein Rücken deutlich besser angefühlt

Hab mir um zehn dann diesen Film über die zwei alten Männer in Lappland angeschaut. Ein Schweizer, 85 Jahre alt, und ein Rentierzüchter, auch nicht viel jünger, die schienen einen Liebespaar zu sein, oder jedenfalls totale Busenfreunde, anders konnte ich mir das nicht erklären mit ihrem Zusammenleben, das sehr an ein altes Ehepaar erinnerte. Zumal an anderer Stelle betont wurde, dass den Samen das Leben das Wichtigste ist, über alle Moralvorstellungen hinweg. Das hat mich sehr berührt, so ist es in meinem Leben leider nicht immer. Vielleicht war das der matriarchale Aspekt, den Hannelore Vonier in ihrem Blog ansprach. Sehr deutlich ist das aber nicht geworden, eher etwas zum Rätseln.

Traurig war es, zu sehen, wie die Leute mit ihren Rentieren umgingen, nämlich wegen EU-Verordnungen ganz anders als früher. Lange LKW-Transporte und so was.

Alles in allem hatte ich aber einen schönen Abend und viel Ruhe mit mir allein, und ich staune noch immer, wie einfach das ging.

Allen ein fröhliches Weihnachten, Jul & Co., je nach Geschmack!

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